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Wasserzähler-Arten

Eine kurze, übersichtliche Aufzählung


Je nach Anwendungszweck werden verschiedene Wasserzähler-Arten verwendet.

Diese verschiedenen Arten von Zählern schauen wir uns heute genauer an!

Inhaltsverzeichnis

  1. Flügelradwasserzähler (Springe direkt zum Kapitel: )
  2. Ringkolbenzähler ()
  3. Woltmannzähler ()
  4. Verbundwasserzähler ()
  5. Messkapselzähler ()
  6. Nass- & Trockenläufer ()

1) Flügelrad­wasserzähler


Sie sind die bekannteste und vorrangigste Bauart in Wohnungen und Häusern.

Diese Gattung von Wasserzähler wird für die Messung kleinerer Wassermengen von bis zu 15 m³/h Nenndurchfluss eingesetzt.
Das fließende Wasser setzt ein Flügelrad in Bewegung, welches das Zählwerk antreibt.

Flügelradzähler werden nach den Messprinzipien Einstrahl und Mehrstrahl unterteilt:

  • Einstrahl sind für gewöhnlich Wohnungswasserzähler.
    Nur ein Strahl trifft auf das Flügelrad tangential.
  • Mehrstrahl sind für gewöhnlich Hauswasserzähler.
    Mehrere Strahlen strömen das Flügelrad symmetrisch an. Diese Wasserzähler sind messgenauer, da die Wassermenge gleichmäßig wirkt.

2) Ringkolben­zähler


Diese Wassermessgeräte besitzen statt des Flügelrades einen Ringkolben, der wechselweise Ein- und Ausströmöffnungen freigibt.

Es wird nach dem Inhalt des Ringkolbens gezählt, daher auch der Name Volumenzähler.

Der Ringkolbenzähler wird als geeichter Hauswasserzähler und in der Industrie eingesetzt.

3) Woltmann­zähler


Das sind Großwasserzähler für Nenndurchflussmengen von 15 m³/h bis 1.500 m³/h.

Auch hier befindet sich ein Flügelrad im Inneren. Jedoch sitzt dieses quer zum Wasserdurchfluss, vergleichbar mit einer Flugzeugturbine zur Luft.

Anwendungen finden sich im Rohrnetz der Wasserversorger, bei Großabnehmern (wie Krankenhäuser zum Beispiel) und in der Industrie.

4) Verbund­wasserzähler


Ein Verbundwasserzähler besteht aus einer Kombination aus einem Großwasserzähler als Hauptzähler und einem Nebenzähler für kleinere Wassermengen.

Bei kleinen Durchflüssen läuft nur der Nebenzähler, aber bei hohen Durchflüssen schaltet ein Federumschaltventil automatisch den Großwasserzähler zu.

Der Verbundwasserzähler wird bei stark schwankenden Wassermengen eingesetzt.
Beispiele sind Schwimmbäder, Gebäude mit Feuerlöschanlagen und die Industrie.

5) Messkapsel­zähler


Diese Art besteht aus dem eigentlichen Zählwerk in der Messkapsel und der Messkapselaufnahme mit den Rohranschlüssen.
Unterputzzähler werden üblicherweise als Messkapselzähler ausgeführt.

Durch diese Bauweise kannst Du das Zählwerk tauschen (lassen), ohne die Verschraubungen des Zählergehäuses (der Messkapselaufnahme) mit den Rohrleitungen lösen zu müssen, um den Zähler als Ganzes auszubauen.

6) Nass- & Trockenläufer


Alle Wassermessgeräte werden außerdem in Nassläufer und Trockenläufer unterteilt.

Nassläufer


Nassläufer sind Wasserzähler, bei welchen Zählwerk und Zifferblatt im Wasser liegen und die DIN-Bezeichnung „N“ besitzen.

Trockenläufer


Der obere Teil des Zählers ist vom Wasser abgeschottet und besitzt die DIN-Bezeichnung „T“.

Eine Trennung zwischen dem Flügelrad und Zählwerk ist vorhanden. Diese Lücke wird durch eine Magnetkupplung überbrückt.
So kommt der Trockenläufer im Gegensatz zum Nassläufer nicht mit Leitungswasser in Kontakt.
Dadurch werden Kalk- oder andere Ablagerungen verhindert und die Ablesbarkeit bleibt erhalten.


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